Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Freitag 3. August 2018, 12:46

Backstock Classics: Band of Brothers (BD)

7A2DA639-6777-4AAC-9206-D7574B84DAE3.jpeg

Band of Brothers – Wir waren wie Brüder ist eine zehnteilige Fernsehproduktion des US-amerikanischen Pay-TV-Senders HBO aus dem Jahr 2001. Die Miniserie ist an das gleichnamige Buch des Historikers Stephen Ambrose angelehnt und schildert die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges zwischen 1942 und 1945 aus Sicht der Soldaten der Easy Company, 2. Bataillon, 506. US-Fallschirmjägerregiment der 101. US-Luftlandedivision der US-Streitkräfte. Der Titel leitet sich aus der Rede Heinrichs V. im gleichnamigen Stück William Shakespeares vor der Schlacht von Azincourt ab: “We few, we happy few, we band of brothers” (deutsch: „Uns wenige, uns beglücktes Häuflein Brüder“). Die Bezeichnung "Easy Company" (deutsch: "Einfach Kompanie") leitet sich wiederum aus dem amerikanischen Funkalphabet ab, wo "easy" für den Buchstaben E steht. (Quelle: Wikipedia)

In meinem Review zu ‚Saving Private Ryan‘ habe ich dieses Serienhighlight bereits gelobt und angeteasert, weshalb ich jetzt noch genauer darauf eingehen möchte.

‚Band of Brothers‘ wurde von Tom Hanks und Steven Spielberg ungemein packend und realistisch produziert. Die FSK 18 sind aus gutem Grund, denn hier werden die Gräuel des 2. Weltkrieges schonungslos in Szene gesetzt und wie bei ‚Saving Private Ryan‘ hält auch hier die Kamera voll drauf. Insbesondere die KZ-Szene, auf welche ich nicht näher eingehen möchte, ist mmn etwas vom Heftigsten, was im Fernsehen je gezeigt wurde. Die Geschichte resp. die ‚Reise’ der Easy-Company und deren Soldaten und Vorgesetzten ist überaus glaubhaft, spannend und intensiv dargestellt und inszeniert. Man will und kann sich gar nicht vorstellen, wie traumatisierend es für die Soldaten auf beiden! Seiten gewesen sein muss in diesen dunklen Stunden Europas. Die Schauspieler, welche größtenteils eher unbekannter sind, tragen mit einem glaubhaften und packenden Spiel durch die 10 Episoden. Hohe Schauspielkunst eben. Die Serie ist großartig ausgestattet und die Effekte auf der Höhe der Zeit. Die Serie steht Grossproduktionen in nichts nach und sieht einfach fantastisch aus. Eine weitere Topproduktion aus dem Hause HBO also, die rund und flüssig ist und eigentlich keine Längen aufweist. Hammer!

Das Bild ist stilmittelbedingt erdig und dreckig gehalten und erinnert von der Farbgebung stark an ‚Saving Private Ryan‘. Mitunter ist ein starkes Filmkorn auszumachen, womit man wohl zusätzlich Atmosphäre kreieren wollte. Close Ups zeigen eine meist gute Schärfe und überhaupt liegt hier eine gelungene Präsentation vor. Kein Demomaterial, aber in sich sehr stimmig und passend zum Thema produziert und gefilmt.

Die deutsche in DD gehaltene Tonspur macht ihre Sache bereits gut. Dynamik und gute Sprachverständlichkeit sind gegeben. Die Originalspur in Englisch in einem DTS-HD Master kann aber nochmals einen drauf legen und präsentiert sich räumlicher und dynamischer. Bei der Surroundebene erhoffe ich mir gezielte direktionale Effekte. Wird man später dann sehen...

Ein weiterer Meilenstein aus dem Hause HBO, den ich mir schon oft angeschaut habe und zu keiner Zeit Langeweile aufkommt. Auch diese Serie gehört zu meinen Lieblingen und zählt mmn mit zum Besten, was für Zuhause produziert wurde. Danke Tom Hanks & Steven Spielberg!
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon wolfmunich » Freitag 3. August 2018, 12:48

Servus,

jetzt muss ich dich auch mal lobend erwähnen. Deine Menge und Qualitiät an Rezensionen sucht seinesgleichen. Respekt, mach bitte weiter so. :bassdscho:
Gruß

Wolfgang

Member of H C M - Abteilung "Bei mir gibt`s nix von der Stange" - CEO von HCM-TV
Benutzeravatar
wolfmunich
 
Beiträge: 7240
Bilder: 299
Registriert: Montag 10. Januar 2011, 16:58
Wohnort: Münchner Norden

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Freitag 3. August 2018, 12:57

wolfmunich hat geschrieben:Servus,

jetzt muss ich dich auch mal lobend erwähnen. Deine Menge und Qualitiät an Rezensionen sucht seinesgleichen. Respekt, mach bitte weiter so. :bassdscho:


Grüss Dich Wolfgang,

vielen lieben Dank für Dein Lob, welches ich sehr zu schätzen weiss. Ich mach‘s sehr gerne, auch für mich selber :wink:

Hab noch einiges über die Zeit hier vor, stay tuned...

Und... ach ja, man möge mir den einen oder anderen Superlativ verzeihen, aber ich kann bei meinen ‚Lieblingen‘ einfach nicht anders...

Viel Spass beim Lesen hier weiterhin.
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 5. August 2018, 19:05

Transformers - The last Knight (UHD)

EA59915F-2B06-4AB8-85BA-B83CFE86C236.jpeg


Bay‘sche Zerstörungsorgie Teil 5, den ich bezüglich der inhaltlichen Qualität auf gleichem Niveau wie Teil 4 sehe. Also nichts Neues unter dem Strich, aber in der Summe doch ein unterhaltsamer Streifen, sofern man bereit ist, während überlangen 155‘ mal wieder sein Hirn auszuschalten. Michael Bay bleibt sich denn in jeder Beziehung treu; er bastelte die nächste abstruse Story, in welcher jetzt noch das Mittelalter als weitere Storyline herhalten muss. Der Sci-Fi Part bringt aber etwas frischen Wind, was der Franchise nur gut tut. Aber letztlich macht Bay halt das, was er am besten kann und wo Teil 4 denn auch endete: überbordende Action in Reinkultur. Mark Walberg wirkt irgendwie gelangweilter als noch in Teil 4... (Anekdote am Rande: lautstark beklagte er denn die aus seiner Sicht dämliche Frisur :lol: ). Warum Sir Anthony Hopkins sich hat hinreißen lassen, hier mitzuspielen, ist mir ein Rätsel. Nun gut, Hopkins schaut man ja sehr gerne zu und so macht er das, was er am besten kann, nämlich sich selber spielen. Obwohl ‚The last Knight‘ nicht der Schlechteste der Reihe ist, ist das Transformerspublikum wohl langsam aber sicher gesättigt, hat der 217 Mio. USD teure Movie doch ‚nur‘ rund 600 Mio. USD weltweit eingespielt. Kein finanzieller Flop für’s produzierende Studio Paramount, aber im Vergleich zu den Vorgängern ist dieser Teil mit Abstand der wenigst Erfolgreichste an den Kinokassen gewesen. Dies obwohl der fünfte Teil die mmn besten und eindrucksvollsten Schauwerte zu bieten hat.

Apropos Schauwerte... kommen wir zum eigentlichen Highlight dieser Scheibe, der schlicht sensationellen Bildqualität! So und nicht anders hätte man sich Teil 1-3 gewünscht. Teil 4 sieht schon großartig aus, aber hier wird nochmals eine Schippe drauf gesetzt. Obwohl wie die Vorgänger auch nur auf einem 2k DI basierend, wird hier eine Bildschärfe, Bildtiefe, eine Plastizität geliefert, die ein blitzsauberes, laufruhiges und sehr dreidimensionales Bild zur Folge hat. 4k in Perfektion wird hier abgefeiert. Farbsättigung, Farbgebung, einfach sehr homogen und ausgewogen was hier präsentiert wird. HDR resp. Dolby Vision haben haufenweise Momente, in denen zu Demozwecken gezeigt werden kann, was heute an Leuchtkraft, Helligkeitsspitzen, Kontrast resp. Schwarzwert und Farbabstufungen alles möglich ist. Referenz durch und durch - für mich akt. DER Vorzeigetitel (noch vor ,Lucy‘). Hammer!

Die deutsche Soundspur ist in Atmos abgemischt und kommt sehr dynamisch und wuchtig rüber, ohne die Feinauflösung und gute Sprachverständlichkeit dabei zu opfern. Die Atmosspur soll wohl richtig gut sein und der Surroundebene genug Futter geben. Auch diesbezüglich in Sachen Dynamik und Feinzeichnung etwas vom Besten was ich bisher mein Eigen nennen kann. Top!

‚Transformers - The Last Knight’ ist ein Film, der primär von seinen Schauwerten und weniger vom Inhalt lebt. Aber hey, ich brauch das zwischendurch, denn oftmals werden gerade diese Blockbuster getragen durch eine sehr gute oder wie in diesem Fall durch eine Referenzbildqualität und eine mehr als überzeugende Tonspur, womit der Seh- und Hörspass garantiert ist und glückliche technikafine Männer schmunzeld resp. freudestrahlend zurück lässt. Warum 4k so unendlich viel Spass machen kann, wird hier eindrücklich unter Beweis gestellt. Bitte MEHR davon in dieser Qualität, danke! Einen Wehrmutstropfen hat die Geschichte allerdings: das Cover hebt sich gestalterisch ab von Teil 1-4, was ich als Sammler schade finde, zumal die Covers der vorangegangenen Teile in meinen Augen sehr gelungen sind. Egal, in Sachen Technik ein Must Have - top!

Ach ja, kurz vor Weihnachten am 20.12.2018 kommt das erste Spin-off namens ‚Bumblebee‘ in die hiesigen Kinos. Man darf sehr gespannt sein, führt doch (Filmgott sei Dank) nicht schon wieder Michael Bay Regie, sondern der sehr talentierte Travis Knight, den wir von Laika Animations kennen. Laika ist für grossartige Filme wie ‚Coraline‘, ‚Die Boxtrolls‘, ‚ParaNorman‘ oder den fantastischen ‚Kubo - Der tapfere Samurai‘ verantwortlich. ‚Bumblebee‘ kehrt denn zu seinen Anfängen zurück, denn ‚Bumblebee‘ war in den Cartoons immer ein gelber Käfer und nie ein Camaro :wink:
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Zuletzt geändert von BladeRunner1974 am Donnerstag 9. August 2018, 00:28, insgesamt 1-mal geändert.
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 5. August 2018, 21:44

Backstock Classics: Die Monster AG (BD)

A7DEB107-4C07-41AF-BAF6-F21DFD7BDD7F.jpeg


Pixars ‚Monsters, Inc.‘ war der vierte abendfüllende Spielfilm der Qualitätsschmiede Pixar und wurde 2001 released. Regie führte u.a. Pete Docter, welcher nebst ‚Die Monster AG‘ sich auch verantwortlich zeichnete für die grandiosen Filme ‚Oben‘ und ‚Alles steht Kopf‘. Es wird gemunkelt, dass der scheidende John Lasseter (welcher dem ‚me too‘ Geschwür zum Opfer fiel) das Zepter an Pete Docter übergeben wird. Beim schlechteren Prequel ‚Die Monster Uni‘ war er nicht involviert.

Meine Kinder lieben ‚Die Monster AG‘, und ich tue es ihnen gleich. Keine Ahnung, wie oft wir schon zusammen oder nur ich alleine diesen Animationsklassiker geschaut haben. Man(n) kennt die Geschichte von Sulley & Mike zwar in- und auswendig, doch erfreut man sich jedes Mal über diese bunte und liebenswerte Monsterwelt, die hier mit viel Witz und Liebe erschaffen wurde. Vorallem der Witz ist pixartypisch grosse Klasse und wenn Mike der Schnecke ‚Rosa‘ oder seinem Schatz ‚Celia‘ den Schmus durchgibt, ist das einfach nur irrwitzig. Natürlich ist es in erster Linie ein Kinderfilm (und ich liebe! Kinderfilme über alles), doch komm ich als Erwachsener gerade beim ‚Witz‘ nicht zu kurz. Wenn alle Filme auf einem derart hohen Niveau spielen würden, ich könnte nicht genug davon kriegen. Die Animation mag auch heute noch zu überzeugen, auch wenn die Technik über die Jahre sich extrem weiter entwickelt und verfeinert hat. So übt er nach 17 Jahren immer noch seine Faszination aus und ist mmn richtig gut gealtert. Pixar steht eben für Qualität und das ist gut so. Ein perfekter Film also, der es schafft, auch nach unzähligen Sichtungen immer noch wunderbar zu unterhalten. Und das wird er weiterhin.

In Sachen Bildqualität gibt es gar rein Nichts zu meckern. Die Präsentation auf BD ist Referenz in Sachen Schärfe, Tiefenschärfe, Laufruhe, Farbgebung- und Intensität und Kontrastverhältnis. Wer das perfekte SDR-Erlebnis sehen will, muss sich ein Pixarfilm ansehen. Auf meinem kalibrierten Schirm seh ich neuerdings feinste Texturen und Farbnuancen, die mir früher verborgen blieben und den Sehspass nochmals mächtig erhöhen. Eine umwerfende Präsentation, die auch trotz des Alters immer noch in der obersten Liga mitspielt.

Ich kenne für Zuhause nur die deutsche Soundspur und die gefällt mir ganz gut. An Dynamik und an guter Sprachverständlichkeit mangelt es nicht. Die Surroundebene soweit beurteilbar kommt auch gut zur Geltung. Immersiv könnte die Scheibe richtig was hermachen, gibt es doch die eine oder andere coole Szene, wo ‚oben‘ durchaus Action angesagt ist. Ob der Aufpolierer das richtig abbilden wird, weiss ich im Spätherbst dann...

Für mich also ein weiteres ‚Backstock Classics‘ - Highlight der besonderen Art, denn wenn ein Film (Achtung: Übertreibung :wink:) 1000-fach geschaut werden kann, ohne wirklich am Unterhaltungswert zu verlieren, dann ist das einfach großes Kino.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 5. August 2018, 23:01

Backstock Classics: Findet Nemo (BD)

E43BE6DD-6B4B-45D9-8446-D0E4A7271AB9.jpeg


‚Fische sind Freunde, kein Futter!‘

‚Finding Nemo‘ war der erste große Box Office Hit aus dem Hause Pixar und spielte 2003 als nunmehr fünfter Pixar-Geniestreich weltweit unglaubliche 940 Mio. USD ein. Auch heimkinoseitig und vorallem in Sachen Merchandising schlug der Film von Andrew Stanton (Regisseur bei WALL-E) ein wie eine Bombe. Es gibt wohl (fast) kein Kinderzimmer, dass nicht durch Nemo, Marlin oder Dorie geschmückt ist. Und geh ich mit meinen Jungs in den Zoo und bestaune mit ihnen im Aquarium die bunten Riffbewohner, taucht sicher ein Kind auf, welches seine Eltern fragt, ob das Nemo oder Dorie seien, die da ihre Bahnen ziehen. Was für uns Erwachsene ‚Star Wars‘ ist, ist für die Kleinen wohl ‚Finding Nemo‘.

Ich weiss noch gut, wie ich vor 15 Jahren regelrecht geflashed aus dem Kino kam und erstmal vor lauter Glück nicht fassen konnte, welch bunte und verspielte Unterwasserwelt mir da von Pixar serviert wurde. Alles wirkte dermassen ‚echt‘, obwohl es ja eigentlich ein quitschbunter Film ist und die Tiere vermenschlichte Gesichter haben. Es war und ist halt diese unglaublich gute Animation, welche bis dato so noch nicht gesehen war. Wie sich die verschiedenen Tiere genial natürlich bewegen, war einfach ein Augenöffner schlechthin. Ein brillanter Augenschmauss, auch heute noch! ‚Finding Nemo‘ ist eine emotionale, aber vorallem sehr lustige Geschichte. Die Gagdichte ist unheimlich hoch, und vorallem die fantastisch synchronisierte Dorie (genial gesprochen von Anke Engelke) hat die meisten Lacher gebucht. Obwohl ich den Film schon mind. gefühlte 100 Mal gesehen habe (kein Witz!), muss ich jedes Mal schmunzeln resp. lachen, wenn die exzentrische und schusselige blaue Fischdame ihre Show abzieht resp. den anderen stiehlt. Und wenn dann noch vegetarische Haie im Spiel sind, dann ist das einfach Humor der besonderen und HALTBAREN Art. Ein Meisterwerk für Jung und Alt, eine zeitlose Geschichte über Familie, Freundschaft, Vertrauen, Liebe und Verlust, die universeller und ehrlicher nicht sein könnte. Für mich und meine Kinder jedesmal eine wunderschöne Reise in eine fantasievolle Unterwasserwelt, die einfach nur glücklich macht.

Sehr sehr glücklich macht auch die Bildqualität, die auch bei diesem Pixarstreifen natürlich auf Referenzniveau angesiedelt ist. Wunderschöne, krispe Präsentation mit toller Tiefenwirkung und satten, gleichzeitig natürlich wirkenden Farben und vielen sichtbaren Details und feinsten Texturen. Hier stimmt ebenfalls alles und ist schon alleine deshalb ein weiteres BD-Highlight.

Die deutsche Tonspur könnte druckvoller sein. Zwar zeigt sich der Soundmix fein aufgelöst, gut verständlich und auch räumlich, aber im Vergleich zur englischen Originalspur fehlt es mir dann doch an Dynamik. Auch hier bin ich sehr gespannt, wie die 5.1 Abmischung über den DTS Aufpolierer letztlich tönen wird...

Prädikat ‚wertvoll‘ und somit einer der besten ‚Kinderfilme‘, der je produziert wurde und mein meist gesehener Film meiner ‚Filmkarriere‘ ist. Und nein, ich werd einfach nicht müde ihn immer und immer wieder mal mit meinen Jungs zu genießen und für kurze Zeit in die Welt des filmischen Glücks einzutauchen.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Samstag 11. August 2018, 09:08

Die Brücke am Kwai (UHD)

DA8214EC-A50B-49E2-A5A2-26B3957DC2F9.jpeg


Die Brücke am Kwai ist ein Spielfilm von David Lean aus dem Jahr 1957, der auf dem gleichnamigen Roman von Pierre Boulle basiert. Zum Teil weichen Roman und Film jedoch voneinander ab. Die titelgebende Brücke ist historisch; sie überquert in der Nähe der thailändischen Stadt Kanchanaburi den Mae Nam Khwae Yai (Khwae-Yai-Fluss). Tatsächlich wurden in Kanchanaburi, 111 km westnordwestlich von Bangkok, Kriegsgefangene zum Bau von zwei Brücken gezwungen. Zuerst wurde eine Holzbrücke errichtet und fünf Monate später zusätzlich eine stählerne Brücke. Beide wurden durch die Alliierten zerstört, die Holzbrücke zuerst. Die Stahlbrücke wurde 1946 von einer japanischen Firma wiederaufgebaut. 1971 wurde sie instandgesetzt; sie ist heute noch in Betrieb. (Quelle: Wikipedia)

‚Die Brücke am Kwai‘ ist wohl David Leans drittbekanntester Film nach Lawrence von Arabien und Doktor Schiwago. Erzählt wird die lose auf historischen Fakten basierte fiktive Geschichte englischer Soldaten, welche im Dschungel von Burma von der japanischen kaiserlichen Armee gefangen gehalten wurden. Die Japaner zwangen die gefangenen Alliierten zum Bau einer für die Japaner wichtigen Eisenbahnverbindungsbrücke über den Fluss Kwai. Der 1957 entstandene Film von Mastermind David Lean legt ein gemächliches Tempo vor, ohne dabei langweilig zu sein. Ganz im Gegenteil, der Spannungsaufbau ist sehr gelungen und wird vorallem durch das Psychoduell des gefangenen Oberst Nicholson und dessen anfänglichen Peiniger Oberst Saito getragen. Sir Alec Guinness in der Rolle des befehlshabenden britischen Oberst spielt seine Rolle grandios und mit einer unglaublichen Präsenz und Leichtigkeit. Ein leichtes Augenzwinkern ist Teil dieses rund 160‘ langen Kriegsepos. Der Spagat zwischen Ernsthaftigkeit, durchaus humorvollen Einlagen und sich aufbauender Spannung bis zum Schluss zeichnen diesen sehr charmanten Film aus. Tatsächlich wurde die Brücke während den Dreharbeiten Stück für Stück errichtet, was heute in modernen Produktion kaum mehr vorstellbar wäre. David Lean war in Sachen Film durch und durch ein Perfektionist. So entstand ein zeitloses Meisterwerk, das auch heute noch zu begeistern weiss und für mich einer der besten je produzierten Kriegsfilme ist.

Auf das Upgrade in 4k habe ich mich sehr gefreut, zumal die mir bekannte BD bereits auf einer restaurierten Fassung basierte, für welche ein 4k Master entstand. So war die Hoffnung gross, nun eine richtig gelungene Präsentation serviert zu bekommen. In Teilen übertrumpft die UHD denn die reguläre BD. Die Schärfe, vorallem bei Close Ups konnte deutlich gewinnen, obwohl die BD hier bereits einen guten Job macht. Markanntester Unterschied ist jedoch die Farbgebung und die dunklere Abmischung der UHD. Der in Technicolor und Cinemascope gedrehte Film wirkt nun kräftiger und ausgewogener, ohne an Natürlichkeit zu verlieren. Ich vermute, dass man sich der originalen Kinofassung gut angenähert hat. Negativ ist jedoch das sehr starke Filmkorn, welches durch die höhere Auflösung omnipräsent ist und für mich hier sehr störend wirkt. Eine echte Enttäuschung. Auf der BD ist wohl auch Filmkorn nonstop sichtbar, aber weitaus angenehmer und filmischer. So verblassen die Vorteile der UHD mmn wieder. Deshalb bleibt die bereits gute BD in Sachen Bildpräsentation mein Favorit.

Die deutsche Tonspur ist ok und hat diesen typisch ‚flachen‘ Sound der Filme dieser Zeit. Die englische Atmosspur weiss da viel besser zu gefallen und wirkt viel direkter, dynamischer und feinauflösender. Hier bin ich begeistert. Ob die Höhenlautsprecher mit genügend Arbeit versorgt werden, hoff ich mal, zumal sich das mit der Szenerie des Dschungels förmlich anbieten würde.

Ein grandioser 7-fach oscarprämierter Film, den man gesehen haben sollte und in eine gute Filmsammlung mmn gehört. Das Upgrade kann man sich in Sachen Bildqualität schenken (wenn man Filmkornhasser ist). Gehts aber um den Ton, hat die UHD eindeutig die Nase vorn. Insofern war die UHD kein Fehlkauf.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Zuletzt geändert von BladeRunner1974 am Samstag 11. August 2018, 12:14, insgesamt 2-mal geändert.
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Samstag 11. August 2018, 10:29

Backstock Classics: Birdman (BD)

BDF8FD2A-487D-4DCE-9DEC-F4C28A4BE839.jpeg


Michael Keaton spielt in Alejandro González Iñárritus ,Birdman' einen kauzigen Schauspieler, der nur noch ein Schatten seiner selbst ist und voller Wehmut auf die glorreichen und erfolgsverwöhnten Tage als Superheldendarsteller zurück blickt. Durch ein selbstinszeniertes Stück am Broadway soll seine Karriere reaktiviert werden. 2014 war dieser höchst amüsante Streifen die Überraschung und wurde für einmal dem Hype gerecht. Bis dahin war Keaton nach seinen Erfolgen in den 80er/90er Jahren kaum mehr im Kino sichtbar, weshalb dieser Movie wunderbar selbstironisch und köstlich schwarzhumorig ist und dem Hauptdarsteller, den ich übrigens sehr mag, wieder zu sichtbar mehr Popularität verhalf. Kein anderer Film schafft es, das Superheldengenre so gekonnt auf die Schippe zu nehmen, wobei Iron Man resp. Robert Downey Jr. und wie sie alle heissen ihr Fett wegkriegen. Das geschieht auf so unaufgeregte, natürliche Art und Weise, dass der ganze Movie einfach nur zum Niederknien ist! Der Film ist denn auch ein eigenwilliger Mix aus Mainstream- und Arthouse-Kino und ist in meinen Augen was ganz Besonderes und geniesst einen Alleinstellungsstatus.

Inszenatorisch ist der Film eine wahre Perle, ein Meisterstück der Filmkunst, suggeriert der Film doch die Illusion mit einem! Schnitt nahtlos gedreht worden zu sein. Zuvor gelang dies nur noch Hitchcock mit Cocktail für eine Leiche aus dem Jahr 1948 in vergleichbarer Perfektion. Die rastlose Kamera zeigt denn unverblümt alle Peinlichkeiten und lässt einem als Zuschauer voyeuristisch nahe ran kommen, weshalb der Film unheimlich flüssig und stimmig ist und die Zeit wie im Fluge vergeht. Eine Satire der Extraklasse, die man sich immer und immer wieder anschauen kann, ohne dabei nur einen Funken Glanz zu verlieren. Grossartig und unerreicht!

Die Bildqualität ist in Sachen BD auf Referenzniveau. Trotz leichtem Korn eine sehr gelungene Präsentation mit sehr guter Schärfe und Tiefenwirkung und einer natürlichen Farbgebung. Eine BD in sehr erfreulicher Demoqualität. Top!

Auch die deutsche Soundspur weiss sehr zu gefallen. Der geniale vornehmlich auf Perkussion basierende Soundtrack kommt sehr differenziert und dynamisch rüber und die Sprachverständlichkeit dieses sehr dialoglastigen Films ist jederzeit sehr gut. Die Originalspur hab ich mir noch nie angehört, da ich mit der deutschen Fassung bereits sehr glücklich bin.

Was für ein toller Film! Einer der sich wohltuend vom üblichen Hollywood-Einheitsbrei abhebt und diese Industrie gekonnt zu veräppeln weiss. Deshalb gehört ‚Birdman’ zu meinen liebsten Filmen meiner Sammlung und unterstreicht die Qualitäten des Meisterregisseurs Alejandro González Iñárritus (The Revenant). Ein Must Have, nicht nur in technischer Hinsicht - einfach nur grandios!
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 12. August 2018, 17:41

Backstock Classics: Der weiße Hai (BD)

1EC52B65-B46A-4819-A91C-00B3834F3C33.jpeg


Der weiße Hai (auch Der Weiße Hai; englisch Jaws, wörtlich „Kiefer“ bzw. als zoologischer Begriff für Raubtiere „Maul“) ist ein US-amerikanischer Spielfilm von 1975, der unter der Regie von Steven Spielberg gedreht wurde. Dieser Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Peter Benchley, der darin Haiangriffe verarbeitete, die zwischen dem 1. und 12. Juli 1916 stattfanden und die vier Todesopfer forderten. Insgesamt wurden in diesen zwölf Tagen fünf Personen angegriffen. Zusammen mit dem zwei Jahre später erschienenen Krieg der Sterne läutete der Film die Ära des Blockbuster-Kinos in Hollywood ein und gilt bis heute als einer der besten Thriller. Er sorgte zudem für einen Boom des Tierhorror-Genres und hatte neben den offiziellen Fortsetzungen zahlreiche weitere Haifilmproduktionen zur Folge. (Quelle: Wikipedia)

Aktuell läuft der angebliche Schrottfilm ,The Meg‘ in den Kinos, weshalb ich Lust bekam, mir wieder mal Steven Spielbergs Tierhorror-Klassiker ‚Jaws‘ oder zu deutsch ‚Der weisse Hai‘ anzuschauen. Mit ‚Jaws‘ gelang Spielberg 1975 der Durchbruch in Hollywood. Zuvor produzierte er für‘s Fernsehen, u.a. 1971 den genialen Psychothriller ‚Duel‘, den ich wärmstens empfehlen kann. ‚Jaws‘ hat bis heute nichts von seiner Faszination eingebüsst. Ich weiß noch, wie ich mich als kleiner Junge hinter der Türe des Wohnzimmers versteckt hatte und spät abends, wo der kleine Stephan schon längst hätte im Bett schlummern sollen, durch die Türspalte Teile von ‚Jaws‘ gesehen hatte. Zu dieser Zeit war das natürlich ein Schocker für mich und die eine oder andere gruslige Szene blieb mir noch lange im Gedächtnis haften. Rund 35 Jahre später sind die gewissen Szenen längst verdaut und schocken heute nicht mehr, aber er weiss unverändert prächtig zu unterhalten. Die practical Effects wirken heute vielleicht etwas antiquiert und angestaubt, aber funktionieren tut der Film deswegen auch nach 43 Jahren noch. Im Gegenteil, der Blockbuster-Klassiker hat an Charme dazugewonnen, ohne dabei wirklich altbacken zu wirken. Das Schauspielertrio Roy Scheider, Robert Shaw und Richard Dreyfuss hatten wohl sichtlich Spass am Dreh und haben eine großartige Chemie untereinander. Jeder spielte seine Rolle glaubhaft und routiniert. Unvergessen bleibt natürlich auch der Soundtrack, welcher wohl fast jeder kennt und auch nach über 40 Jahren einer der Ohrwürmer der Filmgeschichte ist. ‚Jaws‘ macht denn auch heute noch richtig richtig Laune und gehört ebenfalls zu den besten Filmen meiner Sammlung.

Universal hatte dem Film eine aufwändige Bild- für Bild Restauration gegönnt, was der Klassiker absolut verdient hat. So zeigt sich die Bildqualität in guter bis meist sehr guter Qualität. Nur einzelne Shots fallen etwas weicher aus oder sind etwas schlechter fokussiert. Mitunter wird in Close Ups eine tolle Schärfe erreicht. Tiefenschärfe ist aber nicht wirklich auszumachen, was wohl dem Quellmaterial geschuldet ist. Die Farben sind warm und natürlich und kommen mitunter kräftig rüber (Rottöne). Filmkorn ist nur in dunklen Szenen wirklich sichtbar, hält sich aber in hellen Shots angenehm zurück. Insgesamt eine sehr schöne und überaus filmische Präsentation, die viel zum Sehspass beiträgt.

Anbei ein paar Screenshots, die während dem laufenden Film aufgenommen wurden und die wirklich gute Bildqualität der BD veranschaulichen sollen:

990A9BFE-2073-49B1-A775-E126444AFEEA.jpeg

E7B3EA61-C103-4375-86BB-3C2D05872422.jpeg

321D2D7E-EF48-4FF6-BB24-CF8B85ECC452.jpeg

B94F0057-32C6-41DB-8BCF-125B65EFB62F.jpeg

ACE52F8C-BA0A-4ED3-A4CB-E8C711DB7AAD.jpeg

026B3044-BF7F-4759-9EB0-348CA6E76BB3.jpeg


Die Soundqualität weiss auch zu gefallen. Es liegen zwei deutsche Spuren vor, wobei die eine die Originalsynchronisation von 1975 ist und als Monomix vorliegt. Die neue Fassung von 2004 wird von Fans weniger geliebt, stört mich aber nicht wirklich. Letzterer wurde eine DTS-HD HR 7.1 Abmischung gegönnt, die richtig gut tönt und auch gerade bei den Haiangriffen ordentlich Dynamik hat. Die Sprachverständlichkeit ist meist gut, bis auf die spielbergtypischen Szenen, in welchen er mehrere Schauspieler drauflos schwatzen lässt. Auch hier also in der Summe eine gelungene Präsentation, die viel zur Atmosphäre des Films beiträgt.

Das 2012 veröffentlichte Steelbook ist sehr chic und erfreut mein Sammlerherz. Die richtige Verpackung also für einen genialen, wegweisenden Klassiker. Die unzähligen Nachahmungen werden immer um Welten schlechter sein und bleiben als dieses zeitlose Stück Filmgeschichte, weshalb auch dieser Film in jede gute Filmsammlung gehört.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Donnerstag 16. August 2018, 22:53

The Avengers (UHD)

EDF22957-D2FC-4B0E-857F-A409AE70AECA.jpeg


Marvel’s The Avengers ist ein US-amerikanischer Action- und Science-Fiction-Spielfilm aus dem Jahr 2012, der als Comicverfilmung auf dem Superheldenteam The Avengers (in früheren deutschen Übersetzungen „Die Rächer“) des Verlages Marvel basiert. Regie führte Joss Whedon, die Hauptrollen spielen Chris Evans, Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Scarlett Johansson, Jeremy Renner und Robert Downey Jr. In den Vereinigten Staaten und in Deutschland ist Walt Disney Pictures für den Verleih zuständig, allerdings wird auf Filmplakaten, in den Trailern sowie im Vor- und Abspann des Films infolge einer Vereinbarung mit Paramount Pictures stattdessen das Logo von Paramount selbst verwendet. Der offizielle Filmstart in den Vereinigten Staaten war am 4. Mai 2012, in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits am 26. April. Der Film wurde sowohl in 2D als auch in konvertiertem 3D veröffentlicht. (Quelle:Wikipedia)

Mit einem Budget von knapp 220 Mio. USD avancierte ‚The Avengers‘ zu einem riesigen Kassenhit (Box Office 1.518 Mrd. USD) und war bis zum neusten Avengers-Abenteuer ‚The Infinity War‘ die bis dato erfolgreichste Comicverfilmung. Heute rangiert der mmn beste Superheldenensemblefilm ever auf Platz 6 der ewigen Bestenliste.

Mit ‚The Avengers‘ wurde die erste Phase des MCU mehr als würdig abgeschlossen. Marvel gelang nach der durchzogenen ersten Phase ein Paukenschlag, und wie! Joss Whedon schuf ein Meisterwerk durch und durch. Die 143‘ vergehen denn wie im Flug, denn Storylängen oder unnötige Sideplots sucht man hier vergebens. Der ganze Film ist aus einem Guss, weiss gekonnt Spannung aufzubauen und steigert die großartige Action von Minute zu Minute. Dass dabei unsere geliebten Helden stets im Zentrum der Geschichte bleiben und nicht von den genialen Schauwerten weggedrückt werden, spricht für ein durchdachtes Drehbuch. Die ,Heldenreise‘ ist denn perfekt inszeniert, woran sich alle weiteren Ensemblefilme messen mussten und noch müssen. Nur ‚Guardians of the Galaxy‘ konnte dies noch toppen, ansonsten gelang dies keinem Ensemblefilm mehr.

‚The Avengers‘ ist ein Film der Sorte ‚kann ich mir immer wieder mal anschauen und hab einfach nur Spass‘. Auch nach unzähligen Sichtungen will keine Langeweile aufkommen, sondern einfach nur Begeisterung. Die Helden, da seit Ihr wohl einig mit mir, sind alle perfekt besetzt und harmonieren prächtig zusammen. Das ist wohl die größte Auszeichnung, die man diesem Stück Popkultur machen kann. Jedem Superhelden wird auf verdiente Weise gehuldigt während des Films. Und wie die Avengers letztlich nach anfänglichen Meinungsverschiedenheiten doch noch als schlagkräftige Gruppe zusammenwachsen, macht den Movie glaubwürdig und baut so gekonnt Emotionen zum Zuschauer auf. Nur deswegen ist es ein großartiger Film geworden. Der Humor sitzt ebenfalls und wirkt nicht aufgesetzt oder billig. Die Effekte sehen auch heute noch phänomenal aus. Dass der Film über die Jahre weiter gut altern wird, ist für mich sicher. Für mich gehört ‚The Avengers‘ definitiv zu den top Drei des MCU‘s und gehört zu den besten Filmen meiner Sammlung.

Auf die 4k Releases der drei Avengersfilme hab ich mich sehr gefreut. Leider nur auf einem 2k DI basierend weiss die UHD die Bildqualität der referenzwürdigen BD nochmals zu topen. Alleine die Anfangssequenz, als der Helikopter bei Nacht die S.H.I.E.L.D.-Zentrale anfliegt, ist der Hammer! Gestochen scharf und feinst nuanciert mit sehr gutem Schwarzwert präsentiert sich diese anfängliche Szene. Überhaupt konnte die Schärfe nochmals etwas gesteigert werden und lässt mehr Details erkennen. Grossartig ist aber die Tiefenschärfe, die ziemlich augenfällig ist. Das Color Grading ist ein wenig wärmer und filmischer abgestimmt als bei der herkömmlichen BD, die im Vergleich etwas kühler wirkt. Die Farbgebung wirkt denn natürlicher ohne zu übertreiben. Leider hat Disney dem Film nur gewöhliches HDR, nicht aber Dolby Vision gegönnt. Gekonnte HDR-Effekte und tolle Spitzenlichter gibt es aber zuhauf und sind richtig gelungen. Eine weitere Demoscheibe, die nahe an der Perfektion kratzt und die volle Punktzahl verdient hat. Ach ja, hät ich fast vergessen zu erwähnen: Filmkorn sucht man in diesem sehr laufruhigen Bild glücklicherweise vergebens. Top!

A02BB2FA-73B8-4A8C-9181-37FB1ED3B81D.jpeg

FDC702A5-ECE7-4A29-9D72-0AD932D4515A.jpeg

6C30FF9A-41A0-41A1-B322-450A3BC09B3C.jpeg

E627F42F-C4C8-420C-AE81-3C004D51646D.jpeg

C1B4C000-A203-4B5D-9564-9B860C12F95F.jpeg

7D3B45BF-54A0-4666-AFB1-701577E2EDA6.jpeg

EB76086E-04AE-4172-9EAA-A7477820BE29.jpeg


Die englische Originalspur liegt als Atmosmix vor und soll wohl auf Referenzniveau sein. Die hat auch mächtig Dynamik und die Direktionalität soweit beurteilbar macht höllisch Laune. Die deutsche Spur liegt nur als DD 7.1 Mix vor, wo hingegen die BD mit einem DTS-HD Master in 7.1 aufwarten kann. Ärgerlich das ganze. Die Dolby Digital Spur ist aber erstaunlich dynamisch ausgefallen und fällt ggü. dem Atmosmix Gott sei Dank nicht großartig ab. Die Sprachverständlichkeit ist sehr gut, der Sound wirkt räumlich und die Direktionalität soweit beurteilbar passt auch hier. Alles in allem eine gelungene Präsentation, die viel zum Hörspass beiträgt.

‚The Avengers‘ ist ein würdiges Upgrade. Ein perfekter Film und in Sachen Bild und englischem Ton eine nahezu perfekte technische Präsentation, weshalb Comicliebhaber hier bedenkenlos zugreifen können. Auch das neu gestaltete Cover kommt ansprechend daher, weshalb für diese Disc meine beiden Daumen begleitet mit einem fetten Grinsen nach oben zeigen.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Zuletzt geändert von BladeRunner1974 am Freitag 17. August 2018, 06:02, insgesamt 1-mal geändert.
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon dirk48 » Donnerstag 16. August 2018, 23:24

Liest sich gut Stephan Danke
Das mit Brücke am kwai ist schade und auf Grund des Scans auch nicht nach zu vollziehen.
Ich hatte Sie geliehen, manche Szenen sind toll, manche gehen gar nicht.

P.s. woher kommt avengers jetzt schon?
dirk48
 
Beiträge: 766
Bilder: 9
Registriert: Dienstag 31. Januar 2012, 16:13
Wohnort: Merseburg

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Donnerstag 16. August 2018, 23:42

dirk48 hat geschrieben:Liest sich gut Stephan Danke
Das mit Brücke am kwai ist schade und auf Grund des Scans auch nicht nach zu vollziehen.
Ich hatte Sie geliehen, manche Szenen sind toll, manche gehen gar nicht.

P.s. woher kommt avengers jetzt schon?


Hallo Dirk,

ja, wirklich schade. Das kann denn je nach Quellmaterial schnell zum Nachteil gereichen mit der höheren Auflösung. Das ist der Preis von noch mehr Pixeln...

In der Schweiz sind wir meist was früher dran. Bei meinem ‚Dealer‘ ist das Releasedate sämtlicher Avengersfilme der 21.08.2018. In Deutschland müsst Ihr euch bis zum 06.09.2018 gedulden. Jedoch erhalte ich die Vorbestellungen meist ein paar Tage vor dem offiziellen Release. So hab ich heute Teil 1&2 geliefert bekommen und spätestens kommenden DI sollte Teil 3 eintreffen :wink:
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon dirk48 » Freitag 17. August 2018, 14:06

21.08.2018 Grüzi + Glückwunsch zum Fluxkompensator !

Das mit Kwai ist Schade, anderseits ein Film den ich nur aller Jubeljahre sehen würde...im Gegensatz zu Lawrence.
dirk48
 
Beiträge: 766
Bilder: 9
Registriert: Dienstag 31. Januar 2012, 16:13
Wohnort: Merseburg

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Samstag 18. August 2018, 09:42

Avengers: Age of Ultron (UHD)

79A64E6C-6271-407C-83AD-E40D62719450.jpeg


Avengers: Age of Ultron ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Actionfilm, der als Comicverfilmung auf dem Superheldenteam The Avengers (in früheren deutschen Übersetzungen „Die Rächer“) des Verlags Marvel basiert. Als Teil des Marvel Cinematic Universe (MCU) ist er die Fortsetzung zu Marvel’s The Avengers aus dem Jahr 2012 und baut inhaltlich auf diesem auf. Joss Whedon hat sowohl Regie geführt als auch das Drehbuch geschrieben. In den Hauptrollen sind wieder Robert Downey junior, Chris Evans, Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Scarlett Johansson und Jeremy Renner zu sehen. Der Film wurde in erster Linie in den Shepperton Studios in Surrey gedreht, zusätzlich fanden auch in Italien, Südkorea, Bangladesch, New York und verschiedenen Orten in England Dreharbeiten statt. Avengers: Age of Ultron erschien am 23. April 2015 in Deutschland und startete am 1. Mai 2015 auch in den nordamerikanischen Kinos. (Quelle: Wikipedia)

Zuerst ein paar Facts: Bei einem Produktionsbudget von 250 Mio. USD spielte der kommerziell erfolgreiche zweite Teil 1.405 Mrd. USD weltweit ein. ‚Avengers: Age of Ultron‘ ist das dritterfolgreichste Comicleinwandspektakel und rangiert in der ewigen Bestenliste aktuell auf Platz 8.

Joss Whedon konnte nach dem perfekten ‚The Avengers‘ eigentlich nur scheitern. Auch die beliebte Hollywood-Formel ‚Grösser, lauter, teurer‘ half denn nicht, um den ersten Teil in Sachen Dynamik und Sehspass nochmals zu topen. Dabei ist ‚Age of Ultron‘ kein schlechter Film, aber doch der Schwächste der Avengersreihe. Teilweise Längen und unnötige Sideplots ziehen den Streifen unnötig in die Länge. Eine Straffung um 20‘-30‘ hätte dem Movie gut getan. Der Grundton ist nochmals düsterer und der Bösewicht hat durchaus seine Momente. Nicht der beste Marvel-Bösewicht, aber doch einer der besseren Sorte. Die Avengers, welche nun Verstärkung durch War Machine, Falcon, letztlich Scarlet Witch und Vision erhalten, harmonieren wieder prächtig. Die zweite Garde fügt sich gut in die etablierte Truppe ein und sorgt für nette zusätzliche Schauwerte. Es sind aber gerade die Schauwerte, die noch CGI-lastiger wirken als beim ersten Teil. Die Action ist gut, vermag aber weniger Akzente als Teil 1 zu setzen. Trotz all dieser Kritikpunkte unterhält der Film mich und gehört immer noch zu den besseren des MCU‘s.

Die Bildqualität ist nicht ganz auf Niveau von Teil 1. Das Bild ist über weite Strecken etwas softer. Es gibt aber viele CGI-Momente, die phantastisch aussehen und die Vorzüge des neuen Mediums zeigen. Auch hier hat HDR wieder viele tolle Momente und wertet diverse Szenen gekonnt auf. Die Farbgebung wirkt natürlich und ausgewogen und auch der zweite Teil kommt ohne Filmkorn zurecht und ist ne blitzsaubere Präsentation. Ein schönes Bild, aber nicht der erhoffte Knaller wie Teil 1. Dennoch hat die UHD ggü. der BD ihre sichtbaren Vorzüge, weshalb ‚Age of Ultron’ noch nie besser ausgesehen hat.

EA8D6513-6937-4963-AB0E-07C42BD6C071.jpeg

D17D4E73-ED14-481A-9141-2221EEC3A13F.jpeg

F7CE063C-F32E-41AC-A7A9-3551CF3E332F.jpeg

E2673605-FA57-4913-9251-83CEDADDE8E7.jpeg

9CB23B2D-CC4F-47A0-BEF6-5FCDACB8352F.jpeg

609A6082-9233-48B2-A41C-1AACD1B0052F.jpeg


Beim Ton sind hingegen keine Abstriche zu machen. Hier kann die Beurteilung des ersten Teils auf Teil 2 übertragen werden. Hörspass, wie man es sich von einem solchen Actionfilm halt wünscht.

Der neue 4k-Release von ‚Avengers: Age of Ultron‘ ist ein würdiges Upgrade, auch wenn es nicht ganz die krispe Präsentation geworden ist, die ich mir erhofft hatte. Das Cover ist auch hier gelungen und passt soweit. Kein schlechter Film den man sich als Comicfan sicherlich nicht entgehen lassen sollte.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Mittwoch 22. August 2018, 21:37

Avengers: Infinity War (UHD)

3C150C8D-9249-4D4B-99C9-CF8ECB342151.jpeg


Avengers: Infinity War - von Anthony und Joe Russo aus dem Jahr 2018. Avengers: Infinity War ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Actionfilm, der von den Marvel Studios produziert wurde. Regie, Drehbuch und Kamera wurden von demselben Team übernommen, das bereits The First Avenger: Civil War gedreht hat. Es handelt sich nach Marvel’s The Avengers und Avengers: Age of Ultron um den dritten Teil der Avengers-Reihe, und setzt ebenso die Handlungen mehrerer Filme im Marvel Cinematic Universe (MCU) fort, wie zum Beispiel The First Avenger: Civil War (2016) und Thor: Tag der Entscheidung (2017). Der Film kam am 26. April 2018 in die deutschsprachigen und am 27. April 2018 in die US-amerikanischen Kinos. Es handelt sich um den 19. Spielfilm innerhalb des MCU, dessen zehnjähriges Bestehen mit dem Film gefeiert wird. (Quelle: Wikipedia).

Rund 300 Mio. USD soll der dritte Teil an Produktionskosten verschlungen haben und gehört somit zu den teuersten produzierten Filmen aller Zeiten. Marvel konnte es sich locker leisten und es war bereits im Vorfeld klar, dass ‚Avengers: Infinity War‘ wie eine Bombe einschlagen würde. Sagenhafte 2.046 Mrd. USD hat der Marvelhit bis heute eingespielt und ist der vierte Film ever, welcher die 2 Mrd. Marke geknackt hat. Natürlich ist es bis dato der kommerziell erfolgreichste Comicfilm aller Zeiten und liegt in der Bestenliste nur knapp hinter ‚Star Wars: The Force Awakens‘ auf Platz 4. Der Film läuft aber immer noch, und who knows, vielleicht kämpft er sich noch auf Platz 3. Etwas mehr als 20 Mio. USD fehlen hierzu nur.

‚Avengers: Infinity War‘ war einer der meist erwarteten Filme der jüngeren Zeit. Schließlich wurde in den 18 zuvor gezeigten Marvelfilme immer wieder auf das große Finale hingearbeitet und auf Thanos als übermächtigsten aller Marvelbösewichte immer wieder mal mehr, mal weniger, hingewiesen. Rund zehn Jahre nahm
sich Marvel dafür Zeit, Wahnsinn! Damit hat sich Marvel jetzt schon verewigt, denn ein solch weitreichendes, dermaßen verzahntes Universum namens MCU, gab es vorher noch nie in Hollywood. Nicht die einzelnen Filme werden in ewiger Erinnerung bleiben, aber das MCU als solches. Man kann von Marvel resp. Disney halten was man will, aber die Leute haben es verstanden uns nun viele Jahre bei Laune zu halten und haben die Blockbusterära auf ein neues qualitatives Niveau gehievt.

Mit den Gebrüdern Russo, welche bereits den fantastischen ‚Captain America: Winter Soldier‘ oder den nicht minder grandiosen ‚The first Avenger: Civil War‘ produzierten, wurden zwei fähige Regisseure beauftragt, dieses aus zwei Teilen bestehende Mammutprojekt zu stemmen. Es ist ihnen ein nicht perfekter, aber in der Summe doch sehr guter und höchst unterhaltsamer Actionkracher gelungen. Der Film hätte eine Lachnummer werden können. Letztlich ist er es wegen Thanos nicht, der trotz CGI-Gewand niemals lächerlich oder unglaubhaft wirkt. So ist es denn die Origin Story von Thanos, die packend und berührend in Szene gesetzt wurde. Dabei spielen die Avengers nur die zweite Geige. Thanos gehört der Film, und nur ihm, und das ist gut so.

Mit knapp 150‘ Laufzeit wurde ein audiovisueller Hit gelandet. Es grenzt schon fast an Overkill was hier geboten wird, aber eben nur fast. Das Produktionsdesign ist genial geworden und die vielen Schauplätze abseits der Erde sehen einfach super aus. Man sieht dem Film denn jeden Penny an und lässt einem tief eintauchen in diese fantasievolle Welt. Natürlich besteht der Film aus gefühlten 100% CGI. Doch wenn letztlich jeder Film so gut aussieht, kann das egal sein. Altern wird er bis auf eine handvoll Szenen sehr gut, dessen bin ich überzeugt.

Man könnte dem Film etwas episodenhaftes anlasten und hier zur Kritik ansetzen, doch denke/hoffe ich, dass mit dem finalen vierten Teil im kommenden Jahr die beiden Filme als Ganzes rund und schlüssig wirken werden. Ich bin da guter Dinge, dass dies den Russos gelingen wird.

Für mich nach dem perfekten ersten Teil der bis dato zweitbeste Avengersmovie. Und wer weiss, vielleicht gelingt es Teil 3 & 4 als Ganzes ‚The Avengers‘ vom Tron zu stossen. Ein überzeugender Grundstein wurde jedenfalls gelegt, der Lust auf mehr macht. MCU rules!

Ein toller Film soll auch eine tolle Bildpräsentation haben. Und hier hat man sich nicht lumpen lassen. Eine lupenreine, jegliches Filmkorn vermissende und sehr krispe Bildqualität ist es geworden. Gestochen scharf und plastisch kommt das Bild daher. Der Schwarzwert ist top, ohne dass die Details in den dunklen Partien absaufen würden. Die Farbgebung ist erstaunlich natürlich gehalten für einen quitschbunten Film und weiss zu überzeugen und driftet nie ab um zu übertreiben. Gekonnte HDR-Effekte gibt es zuhauf und ebenso viele Spitzenlichter, welche wohl in einer DV-Konvertierung noch etwas intensiver gewesen wären. Da ich dies nie vergleichen kann, ist dies eine blosse Mutmassung von mir. Diese Präsentation ist denn eine der besten meiner wachsenden UHD-Sammlung und verdient die Höchstnote. Hammer!

Hier ein paar Beispiele:

644D555C-7A5F-424F-B57F-1B03AC899EB0.jpeg

B63F04FA-FDAE-4A9A-A3B0-A51BAA8B6E91.jpeg

2A04322A-D7F4-4DEF-876F-C1E9EAB9E8F1.jpeg

1FFB2727-AF7C-4CDE-9288-6A21BAAEB445.jpeg

9B0C60FE-55F6-4D98-B7CB-10CBC9FDDF22.jpeg

F4956AF5-6B55-44B5-926A-5D3A383996C3.jpeg

BB29C707-74CD-452D-87D5-DB7DAAB603FF.jpeg

60CED3ED-EA2A-4F0B-8F84-6F37D8EC0E8B.jpeg

1C5A9CB2-C4A5-4A20-ACA2-1A5B68F25DEB.jpeg

446C46A2-5DD8-4E2B-84A7-54D541F06C79.jpeg


Die in englisch vorliegende Atmosspur soll wohl sehr gut sein, aber nicht Referenz. Die Szene, in welcher Thanos Meteoritenteile eines Mondes auf Iron Man & Co. schmettert, soll grossartig sein. Da bin ich mal gespannt. Die deutsche Tonspur weiss ebenfalls zu überzeugen. Nicht ganz so dynamisch wie das Original, aber doch mit genügend Wumms, wie es sich für einen solchen Film gehört. Die Surroundebene scheint soweit beurteilbar gut zu funktionieren und die Sprachverständlichkeit ist zu jeder Zeit bestens. Insgesamt ein passender und ansprechender Audiomix, auf den ich mich in 3D so richtig freue.

‚Avengers: Infinity War‘ hat es geschafft, in meinen Olymp der für mich besten Comicfilme aufzusteigen. Verdammt viel Spass macht der Film und das erste Mal hätte ich mir mind. 100 Zoll oder mehr Bildschirmbreite beim schauen gewünscht. Der Film ist aber nur für Marvelfans geeignet, denn ohne Vorwissen wird der Film nur bedingt Spass machen. Alle anderen können sich auf ein weiteres Highlight in ihrer Sammlung freuen, schon alleine der formidablen Bildpräsentation wegen. Ein Must Have am Comic-Himmel. Freunde des Action- und SciFi-Blockbusters, freut euch!
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Samstag 25. August 2018, 21:22

Backstock Classics: Der Gigant aus dem All - Signature Edition (BD)

391A6CC6-E07F-4E3B-9464-6E421EA79EDF.jpeg


Der Gigant aus dem All (Originaltitel: The Iron Giant) ist ein Science-Fiction-Animationsfilm aus dem Jahr 1999 von Regisseur Brad Bird, der zusammen mit Tim McCanlies auch das Drehbuch schrieb. Der Film startete am 16. Dezember 1999 in den deutschen Kinos. Der Film basiert auf dem Buch Der Eisenmann (The Iron Man, 1968) des Schriftstellers Ted Hughes. (Quelle: Wikipedia)

Das beschauliche Küstennest Rockwell, 1957: Die USA erholen sich nur langsam vom Sputnik-Schock, während sich der neunjährige Hogarth Hughes (Stimme: Eli Marienthal) nach einem Gefährten sehnt. Mit Gleichaltrigen kommt der gescheite Junge nicht zurecht, ein Haustier will ihm seine alleinerziehende Mutter Annie (Jennifer Aniston) auch nicht gestatten. Als eines Tages einer der ortsansässigen Fischer berichtet, auf See mit einem vom Himmel gefallenen 100 Fuß hohen Metallmann kollidiert zu sein, will ihm niemand Glauben schenken. Nur Hogarth ist sofort von der Erzählung fasziniert. Als er nachts im Wald tatsächlich auf einen eisernen Giganten (Vin Diesel) trifft, beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft. Unterstützt von dem verschrobenen Beatnik Dean (Harry Connick Jr.), muss Hogarth nicht nur den unstillbaren Hunger seines neuen Kumpels nach Metall befriedigen, sondern sich auch mit dem misstrauischen Bundesagenten Kent Mansley (Christopher McDonald) herumschlagen, der meint, einer Gefahr für die nationale Sicherheit auf der Spur zu sein... (Quelle Inhaltsangabe: Filmstarts)

Es dauerte viel zu lang, bis dieser Klassiker des Zeichentrickfilms endlich auf BD veröffentlicht wurde. Vor knapp 2 Jahren war es soweit, genauer am 15.09.2016. Dem Film war an den Kinokassen kein Erfolg vergönnt, was rückwirkend betrachtet ungläubiges Kopfschütteln auslöst. So spielte der Film weltweit nur 31 Mio. USD ein und war für Warner, aber insbesondere für den damals noch wenig bekannten Regisseur Brad Bird ein kolossaler Flop. Glücklicherweise hatte sich wenig später Pixar davon nicht beirren lassen, sonst gäbe es so großartige Filme wie ‚The Incredibles‘ oder ‚Ratatouille‘ wohl nicht.

‚The Iron Giant‘ gehört zweifelsohne zu den besten je produzierten Zeichentrickfilme der Filmgeschichte und ist sowohl für Jung und Alt bestens geeignet. Die universelle Geschichte über Freundschaft zweier zutiefst gegensätzlicher Figuren und deren Abenteuer in einer Zeit, in welcher die paranoid atomare Bedrohung wohl insbesondere bei den Amerikanern allgegenwärtig war, ist liebevoll und zeitlos inszeniert. Mit viel Charme und Liebe zum Detail gelang Brad Bird ein sehr kurzweiliger Film, der hier in der Director‘s Cut Version vorliegt und mit seinen 90‘ Lauflänge äussert rund und flüssig rüberkommt. Die verschiedenen Charaktere sind liebevoll gezeichnet. Natürlich dürfen Comedy-Elemente nicht fehlen. Der Humor ist aber nicht nur kindgerecht verpackt, sondern auch auf ein erwachsenes Publikum zugeschnitten. Gegen Schluss schlägt der Film sehr ernste Töne an, mit welchen kleine Kinder wohl überfordert sein dürften. Letztlich ist es einer dieser Filme, welcher sich auch nach mehrmaligem Schauen nicht abnutzt und immer wieder von neuem Freude macht. Ein weiteres Highlight meiner Filmsammlung!

Das BD-Format eignet sich hervorragend für Zeichentrickfilme und zeigt in vielen Beispielen, wie toll solche Filme ausschauen können. So ist auch dieser Transfer sehr gelungen und schrammt nur knapp an der Höchstnote vorbei. Praktisch durchgehend liegt eine sehr gute Schärfe und Detailzeichnung an. Die Farbgebung ist mit sehr kräftig und warm ausgelegt. Ständiger Begleiter ist feines Filmkorn, welches aber nie störend wirkt und dem Film einen analogen filmischen Look verleiht, was ich hier sehr passend finde. Insgesamt eine sehr schöne Präsentation, die viel zum Sehspass beiträgt.

261500CA-3C05-4333-9E9D-59C4C2EC0076.jpeg

A7BF7D8B-B13A-4F24-BB08-E68A712DB1EA.jpeg

A6499AB6-E883-429A-A3E7-83626D83AFCA.jpeg

81E1FA3A-0FB0-4A55-9643-8BA7C9AF33F6.jpeg

3FFCA043-3002-4A70-B4F0-047619489E9C.jpeg

DD218925-C48C-4A3C-8E09-93A4A387CCED.jpeg

ACD40E6C-13FF-4503-AA33-6C72B3283756.jpeg

11F66725-38D8-42A2-BB28-17A9DFAD81F1.jpeg

582DFE18-E1FE-4F35-9F31-95103A7657C1.jpeg

8B77A53D-60ED-48A6-A935-C7C912C546BA.jpeg


Der deutsche Soundmix liegt in DD 5.1 vor und lässt ggü. der originalen Tonspur (DTS-HD Master 5.1) etwas Dynamik vermissen. Schlecht ist der DD-Mix aber nicht und lässt erahnen, dass die Surroundebene gut gefordert ist. Die Sprachverständlichkeit ist ebenfalls gut und der Mix kommt ziemlich räumlich rüber, womit auch die Audioebene unter dem Strich gelungen ist.

Die meisten kennen diesen Klassiker wohl schon. Jene, welche das Meisterwerk noch nicht gesichtet haben oder gar ihr eigen nennen, können getrost einen Blick riskieren, sofern mit Zeichentrick was angefangen werden kann. Ein zeitloser Film, der zu begeistern weiss und technisch ebenfalls Laune macht. Schade liegt kein Wendecover bei, denn die Illustration finde ich sehr gelungen. Ich liebe diesen Film und kann diesen SciFi-Zeichentrickfilm nur wärmstens empfehlen.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 26. August 2018, 09:02

I, Tonya (BD)

9182F166-5BD0-4151-A485-7F2E579A3FAE.jpeg


I, Tonya (engl. für „Ich, Tonya“) ist eine Filmbiografie von Craig Gillespie, die im Rahmen des Toronto International Film Festivals im September 2017 ihre Premiere feierte. Im Rahmen der Golden Globe Awards 2018 und der Oscarverleihung 2018 wurde Allison Janney jeweils als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Margot Robbie erhielt eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin. (Quelle: Wikipedia)

Handlung

Bei der ehemaligen Eiskunstläuferin Tonya Harding stapelt sich das dreckige Geschirr, und auch im Gefühlsleben der früheren Profisportlerin hat sich einiges aufgestaut. Da ist zum einen die Erinnerung an ihre kettenrauchende und ständig alkoholisierte Mutter LaVona Golden, mit der sie permanent stritt, wobei auch einmal ein Messer fliegen konnte. Von ihrem ersten Freund und späteren Mann Jeff Gillooly setzte es regelmäßig Prügel, und nachdem sie sich von ihm getrennt hatte, schoss er sogar auf sie. Jeff war es auch, der vor den US-Amerikanischen Meisterschaften 1994 versucht hatte, ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan auszuschalten, indem er ihr von bezahlten Schlägern ein Bein brechen lassen wollte. Der Plan misslang jedoch. Zwar gewann Harding die Meisterschaft, wurde aber später disqualifiziert. Bei den anschließenden Olympischen Spielen 1994 belegte Kerrigan den zweiten Platz, Harding hingegen wurde nur Achte.
(Quelle: Wikipedia)

Biographischer Hintergrund

Nach dem „Eisenstangen-Anschlag“ auf ihre Erzrivalin Nancy Kerrigan im Vorfeld der Olym­pi­schen Winterspiele 1994 war Tonya Harding in Ungnade gefallen. Zwar war Kerrigan bei der Attacke durch einen von Hardings Ex-Mann und ihren Bodyguard angeheuerten Angreifer verwundet worden, dennoch konnte sie an dem nachfolgenden Wettbewerb teilnehmen. Harding, deren Ruf und Karriere nach dem Vorfall dahin waren, beteuerte viele Jahre lang, nichts von den Plänen gewusst zu haben. Harding wurde wegen Behinderung der Ermittlungen verurteilt und lebenslang von Meisterschaften ausgeschlossen, was einem Berufsverbot gleichkam. Ob und wie sehr sie in die Tat eingeweiht war, ist bis heute umstritten. Die Bilder der von einer Eisenstange empfindlich am Knie getroffenen und schreienden Kerrigan gingen um die Welt. Während diese eine elegante Läuferin aus gutem Haus war und als nahezu perfekt prinzessinnenhaft wahrgenommen wurde, war Harding proletarisch und athletischer, wagte die größeren Sprünge, ließ aber zu wünschen übrig, was sowohl Zurückhaltung im Auftreten als auch Geschmack in der Kostümauswahl anbelangte, so Barbara Schweizerhof in der Berliner Morgenpost. Marlen Hobrack erklärt in Zeit Online, anders als die Hexen im Märchen habe die als „Eishexe“ bezeichnete Harding ein dunkler Antiglamour umweht, und sie sei das ultimative Bad Girl gewesen: „Man liebt es, sie zu hassen. Schon wegen dieser schlecht blondierten Achtziger-Frizzfrisur, dazu kräftige Schenkel und ungewöhnlich hässliche Kostüme. So sieht doch keine Heldin für kleine Mädchen aus! Kerrigan dagegen war so sleek wie eine Teflonpfanne.“ Weiter bemerkt Hobrack zu der Läuferin, die viel zu wenig glamourös war, als dass sie eine Eisprinzessin verkörpern konnte, diese hätte anders als Kerrigan keine gesunde, liebevolle Familie in ihrem Rücken gehabt.
(Quelle: Wikipedia)

Obwohl hier die Handlung schon verraten wird, macht das bei diesem Film rein gar nichts. Denn mit dem nötigen Hintergrundwissen macht der bissig schwarzhumorige Film erst so richtig Spass. Es ist denn eine weitere Perle abseits des Mainstreamkinos, die wohl den meisten inkl. mir verborgen geblieben wäre, hätten die Hauptdarstellerin Margot Robbie resp. die Nebendarstellerin Allison Janney an den Oscars keine Nominierung gehabt resp. nicht reüssiert. Die wahre und äußerst skurrile Geschichte ist in einem dokumentarischen Stil aufgebaut und durchbricht gekonnt immer wieder die 4. Wand. So wird man als Zuschauer immer wieder direkt angesprochen, was ich bei diesem Movie sehr gelungen finde. Vorallem die bitterböse Mutter hat die meisten Lacher gebucht. Diese ist ein echtes Miststück und eigentlich wäre es gar nicht zum Lachen, was dieses Ekelpaket ihrer Tochter immer wieder um den Kopf haut. Obwohl der Humor ein tragendes und wichtiges Element des Films ist, der nur gegen Schluss ernster und emotionaler wird, ist der Film keine Verspottung der Hauptfigur. Dieser Spagat, der leicht ins lächerliche hätte abdriften können, ist dem Regisseur großartig gelungen. Margot Robbie als auch die mir bis dato unbekannte Allison Janney spielen fantastisch und sehr glaubhaft. Margot Robbie mausert sich immer mehr zu meiner Lieblingsschauspielerin, denn extrem talentiert und wandlungsfähig ist die junge Schauspielerin. Auch der übrige Cast inkl. Sebastian Stan (‚Winter Soldier‘) weiss zu überzeugen und prägen diese überaus gelungene Sportbiopic, dessen skandalöse Hintergrundgeschichte wahrscheinlich gerade den ‚Älteren‘ hier noch in Erinnerung haften dürfte.

Die Bildqualität ist ok. Eine Hochglanzpräsentation ist hier aber nicht zu finden. Das Quellmaterial dieser Zeit liegt denn in absichtlich schlechter Qualität an und der eigentliche Film kommt mit dem permanent vorhandenen Filmkorn wohl bewusst etwas ‚schmutzig‘ rüber. Zum Film passt es aber. Die Farben sind meist eher blass gehalten, um wohl das triste Leben der Tonya Harding nochmals herauszustreichen. Es gibt jedoch Momente, in welchen die Farben richtig rausknallen, was toll aussieht. Auch wenn hier Höchstnoten kein Thema sind, gefällt mir die Präsentation sehr gut und gibt dem Film das zusätzliche gewisse Etwas.

E6120C79-1CFC-4D9B-B8CA-C11926013AC2.jpeg

68D20882-964A-4A66-9B0E-58E137EBF0D1.jpeg

833E0410-1B3B-4B74-A053-E643CE863B1C.jpeg

CF49F9B4-205B-4FB0-BB80-2DD2681D236C.jpeg

C2EB3B75-B1E0-44BA-850A-24ABABC39259.jpeg

DE01F928-457A-4EA1-A325-6B9148CEE7E7.jpeg

EBE25D49-E123-4C66-87EA-04A96E69F29D.jpeg

DB1DB456-D992-412F-BE98-800E301CED16.jpeg

34DDD936-C702-432D-A03D-4FBC769E6851.jpeg


Die vielen verschiedenen Rock- und Popsoundtracks der 70er und 80er passen hervorragend zum Film und dürften so manchen ein freudiges Lächeln und wippende Beine/Füsse entlocken. Hammer! Umso erfreulicher, dass die deutsche Tonspur eine DTS-HD Master Audio 5.1 Abmischung erhalten hat, welche richtig Spass macht, vorallem bei der vielen Musik. Der eher dialoglastige Film hat eine gute Sprachverständlichkeit und kommt auch insbesondere in den Eisstadien räumlich rüber. Ob hier allerdings die Surroundebene großartig gefordert ist, wage ich indes zu bezweifeln. Macht nichts, der Film hört sich toll an und wie das Bild auch wird der Movie tonal bestens mitgetragen.

Ein kleiner, aber sehr feiner Film, der meine Riege der Biopics gekonnt bereichert und der definitiv eine Chance verdient hat geguckt und entdeckt zu werden. Wer Musik der genannten Zeit mag, kommt hier ebenfalls voll auf seine Kosten. So bin ich sehr positiv überrascht und freue mich, eine weitere Perle mein Eigen zu nennen.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Freitag 31. August 2018, 21:31

Your Name. - Gestern, heute und für immer (BD)

3C771D28-A70E-4BFB-894F-FDD12243249C.jpeg


Your Name. – Gestern, heute und für immer (jap. 君の名は。 Kimi no Na wa., dt. „Dein Name ist.“) ist ein japanischer, animierter Coming-of-Age-Film des japanischen Regisseurs Makoto Shinkai, animiert vom Studio CoMix Wave Films und vertrieben von Toho, der am 3. Juli 2016 auf der Anime Expo 2016 in Los Angeles seine Premiere feierte und am 26. August 2016 in die japanischen Kinos kam. Für das Charakterdesign war Masayoshi Tanaka und für die Musik die J-Rockband Radwimps zuständig. Zum Film erschien auch vorher am 18. Juni 2016 ein von Shinkai verfasster Roman. Your Name. erhielt insgesamt sehr positive Kritiken, wobei besonders die Animationen und die emotionale Auswirkung auf die Zuschauer gelobt wurden. Nach den Einspielergebnissen an den Kinokassen ist Your Name. mit bislang mehr als 358 Mio. US-Dollar der weltweit erfolgreichste Animefilm überhaupt. Gleichzeitig ist Your Name. in Japan der zweiterfolgreichste einheimisch produzierte Film; der vierterfolgreichste, wenn man die internationalen Titel hinzurechnet. Der deutschsprachige Kinostart wurde vom deutschen Lizenznehmer Universum Anime für den 11. und 14. Januar 2018 unter dem Titel Your Name. – Gestern, heute und für immer mit deutscher Synchronisation in über 150 deutschen und 18 österreichischen Kinos als Eventprogrammierung angekündigt, je nach Standort auch zusätzlich auf Japanisch mit deutschen Untertiteln. Aufgrund des großen Andrangs wurden vorerst fünf weitere Spieltage im Januar 2018 ergänzt, ehe der reguläre Kinostart ab 1. Februar 2018 begann. Der Roman ist am 5. Oktober 2017 bei Egmont Manga auf Deutsch erschienen. (Quelle: Wikipedia)

Anime - man muss es mögen! Ich mag Animes, besonders jene von den Studios Ghibli. Aber jene Meisterwerke sollen ein andermal näher beleuchtet werden. ‚Your Name.‘ ist von der Handlung her nicht die Sorte Anime, welche ich eigentlich bevorzuge. Trotzdem wurde ich neugierig auf diesen Film. Und die Neugierde hat sich letztlich in großen Teilen ausbezahlt. Auch wenn der Film vorallem im Mittelteil mit Längen zu kämpfen hat und der Film mit knapp zwei Stunden Laufzeit etwas zu lang geraten ist, tröstet dieses romantische Mysteriemärchen mit wunderschönen, sehr detailverliebten Bildern. Der Anime sieht schlicht fantastisch aus. Die Geschichte ist über weite Strecken spannend erzählt und driftet glücklicherweise nicht in den totalen Kitsch ab. Kritisch könnte man anmerken, dass man dem Twist etwas zu früh auf die Schliche kommt. Aber wie gesagt, dafür trösten wunderschöne Animationen, welche jeden Animefan entzücken dürften.

Die Bildqualität ist auf Referenzniveau angesiedelt. Gestochen scharf zeigt sich das Bild und punktet mit kräftigen, mitunter leuchtenden Farben, tollen Lichteffekten und teils perfekter Tiefenwirkung. Der Schwarzwert könnte manchmal etwas ausgeprägter sein, aber das helle Bild ist mit animetypisch, weshalb es hier keine Abzüge gibt. Eine wirklich high-definition-würdige Präsentation, die den Movie zu einem echten Augenschmaus macht. Top!

00DB8B47-4AB6-44DD-B60E-7DDC464FF0F0.jpeg

9E12190E-5D2C-46D7-9EB1-6AA193364AD0.jpeg

BA12778D-B1F7-48E5-A8FC-6F151C3602F8.jpeg

BBA42777-2D85-4B25-A7B0-3825F95FCF1C.jpeg

9AC8F494-92C1-4AD3-97C5-39C254E754BD.jpeg

CA80875F-D547-4F48-B0D9-F8DC37061063.jpeg

C12A84C5-C69A-4B48-8366-5109D0BC23C3.jpeg

28F452A1-C063-47EF-BE97-136C6FE3AABE.jpeg

1E179E99-760C-4B3C-945B-A700A739403E.jpeg


Der deutsche als auch der japanische Originalton liegen in einem verlustfreien DTS-HD Master 5.1 an. Der Soundmix gefällt sehr gut und überzeugt mit Dynamik, Räumlichkeit und guter Sprachverständlichkeit. Ob die Surroundebene ebenso überzeugt, vermag ich (noch) nicht zu beurteilen. Die Synchronisation scheint gelungen, was nicht selbstverständlich ist. Somit weiss die BD auch auf tonaler Ebene absolut zu überzeugen.

‚Your Name.‘ ist nur was für Animeliebhaber. Solche, die es vielleicht noch werden wollen, würde ich als Einstieg in die japanische Zeichentrick- und Erzählkunst andere Werke empfehlen. Nichts desto trotz hat mich der Film gut unterhalten und vorallem wegen den wunderschönen Bildern mitgerissen. Technisch brilliert die Scheibe und kann problemlos als Demomaterial herhalten. Die wesentlich teurere UHD-Fassung vermisse ich hier auf jeden Fall nicht.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Samstag 1. September 2018, 13:03

Oldboy (BD)

2F7B3C37-C75C-4BBC-885A-ECB9E58524D0.jpeg

37C29283-0F07-4EDC-9E80-E6ED8A2A7B8C.jpeg


Oldboy ist ein im Jahr 2003 erschienener südkoreanischer Film des Regisseurs Park Chan-wook. Die Geschichte basiert lose auf dem Manga Old Boy von Garon Tsuchiya und Nobuaki Minegishi. Der Film ist nach Sympathy for Mr. Vengeance und vor Lady Vengeance der zweite Teil einer Rache-Trilogie. 2004 erhielt er beim Filmfestival in Cannes den Großen Preis der Jury und gilt als einer der einflussreichsten Filme des zeitgenössischen südkoreanischen Kinos. (Quelle: Wikipedia)

Nach langem hin und her habe ich mir nun den von Kritikern hochgelobten ‚Oldboy‘ im schicken Steelbook besorgt. Eines vorweg, vor 15 Jahren hätte der Film für mich wesentlich besser funktioniert. Ich scheine wohl langsam alt zu werden... :hmmm:

Aber mal der Reihe nach... Auf Quentin Tarantinos Filme fahre ich voll ab. Und jener Tarantino liebt ‚Oldboy‘ eben über alles und versuchte als Jury-Präsident der Filmfestspiele in Cannes dem Regisseur Park Chan-wook die Goldene Palme zuzuschanzen. Gewonnen hatte dann aber letztlich Michael Moore mit seinem ‚Fahrenheit 9/11‘, den man schon längst wieder vergessen hat. Eigentlich nicht weiter verwunderlich reichte es nicht zuoberst auf das Treppchen, denn ‚Oldboy‘ ist alles andere als leichte Kost. Überbordende Folter- und Gewaltexzesse und richtig eklige Szenen (Höhepunkt: Oldboy verspeist einen lebenden! Tintenfisch) wechseln sich in diesem fast 120‘ langen hypnotischen Spiel munter ab. Über 90‘ weiss man denn auch nicht, wohin der Film trägt. Das letzte Viertel schlüsselt dann aber stimmig auf, womit die teils wirre Story des Films einen Sinn ergibt. Dieses Puzzlespiel ist denn eine der Stärken des Films. Auch visuell hatte der Regisseur ein paar nette Einfälle, aber letztlich doch nichts, was mich nun staunend zurück lässt. Unter dem Strich ist mir die Story dann doch zu ‚asiatisch‘, um voll gecatcht zu sein. So lässt mich dieses sado-maso Katz- und Mausspiel im Rachethrillergewand seltsam unberührt zurück. Die schauspielerische Leistung der drei Hauptfiguren ist ganz gut. Insbesondere der durch Ji-Tae Yoo verkörperte Bösewicht ist toll gespielt und ist eines der wenigen Highlights des Films. Immerhin kann ich nun bei diesem ‚Kultstreifen‘ endlich mitreden. Das ist es dann aber auch schon. So wird er nun in meiner Tarantino-Ecke abgelegt und wahrscheinlich nie mehr geschaut. Schade drum.

Offensichtlich gab es mehrere BD-Veröffentlichungen bis dato. Die hier vorliegende Fassung ist seit dem 31.08.2017 zu haben und rühmt sich damit, digital remastered worden zu sein. Das Resultat ist ein sehr inkonsistentes Bild, welches mal durch ordentliche Schärfe, mal durch sehr weiche Shots mit SEHR ausgeprägtem Filmkorn und haufenweise digitalem Rauschen zu kämpfen hat. In den nachfolgenden Szenenbilder sollte dies gut zu erkennen sein. Die Farbgebung ist mal blass, mal richtig knallig. So gehört die Präsentation zu einer der schlechtesten meiner Sammlung und kann mir definitiv keinen Trost spenden.

13D02864-0F4E-4456-8233-FEF3864F3113.jpeg

B1651F9E-EC22-474E-ACF7-8C7618AE2FFA.jpeg

67974222-1A8D-4E40-8A98-D8AD855D45C6.jpeg

5EF831D1-772E-449E-9C27-FCA472103123.jpeg

B3AB22B9-3426-4625-A6DD-FBFA36A64B88.jpeg

39D0B6A0-7973-43AA-919E-19BCA0241C64.jpeg

73DAEB5A-D0E3-4041-9CA0-C2FDED6ACEDF.jpeg

27A04D89-0987-40D1-8005-850E78C6BB99.jpeg

27AE8E15-0415-43E2-81D4-0A075B9CCECF.jpeg


Der deutsche und koreanische Originalton liegen in einem DTS-HD Master High 5.1 an. Das ist ja mal schon gut und so ist da durchaus Dynamik, gute Ortbarkeit sowie Sprachverständlichkeit gegeben. Die wenigen elektronischen Soundtracks (Daumen hoch) haben denn genügend Wumms und machen Laune. Ansonsten kann der Film akustisch mit westlichen Produktionen nicht wirklich mithalten, weshalb mich auch der Ton nicht wirklich überzeugt hat. Zumindest habe ich mit der Musik etwas Trost gefunden.

Nun weiss ich, warum ich bei diesem Film so lange hin und her gerissen war, den doch noch zu kaufen. Wahrscheinlich gibts hier Leute, die ‚Oldboy‘ lieben und nicht gleicher Meinung mit mir sind. Für mich ist‘s bis auf das schöne Steelbook eine Enttäuschung. Der Film ist nicht wirklich schlecht, hat seine Momente und ist alles andere als Mainstream, aber was mich vor Jahren wahrscheinlich noch fasziniert hätte, tut es heute eben nicht mehr. So hät ich mal lieber auf meine innere Stimme gehört und den Movie ruhen lassen. Naja, auch in der Filmwelt kann man nicht immer gewinnen. Schwamm drüber.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 2. September 2018, 10:40

Codename U.N.C.L.E. (BD)

7DD00AF9-72FF-4C7C-A654-AA25BEC0B905.jpeg


Codename U.N.C.L.E. ist eine US-amerikanische Agenten-Action-Komödie mit Henry Cavill, Armie Hammer, Alicia Vikander und Hugh Grant, die am 14. August 2015 in die US-Kinos kam. In Deutschland startete der Film bereits einen Tag früher. Seine Premiere feierte der Film am 2. August 2015 in Barcelona. Der Produzent und Regisseur des Films ist Guy Ritchie. Der Film wird von Warner Bros. vertrieben. Der Film ist eine Kinoadaption der Agenten-Serie Solo für O.N.C.E.L. aus den 1960er Jahren. Damals wurde Napoleon Solo von Robert Vaughn gespielt, Illya Kuryakin von David McCallum, Waverly von Leo G. Carroll. (Quelle: Wikipedia)

Der Film hatte ein Produktionsbudget von 75 Mio. USD und spielte weltweit bloss knapp 110 Mio. USD ein. Für Warner war dies ein veritabler Flop. Auf eine Fortsetzung braucht man nicht zu hoffen. Ob der Film was taugt, könnt ihr nachstehend erfahren.

Recycling ist eine gängige Hollywood-Masche. Man nehme die 60er Jahre Bond-Parodie 'The Man from U.N.C.L.E.' und packe die Adaption in ein modernes Gewand. Dank einer Mischung aus Action und Komödie wäre der Stoff die perfekte Ausgangslage für die Wiedergeburt einer in Vergessenheit geratenen TV-Serie. Die Vorlage hält denn alle Möglichkeiten offen, aber Regisseur Guy Ritchie tut sich ein wenig schwer mit dem Ausgangsmaterial und kann letztlich nur rein visuell vollends überzeugen. So liegt hier eine farbenfrohe 60er Jahre-Umsetzung vor, welche richtig schön und detailverliebt ausgestattet daher kommt und den Geist dieser Zeit gut transportiert. Das Ganze ist stimmungsvoll gefilmt und in Szene gesetzt und mit genialen Soundtracks geschmückt. Die üblichen Guy Ritchie Spielereien dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Der Film kränkelt aber an einer Story, die schon dutzendfach in Agentenfilmen erzählt wurde, originell ist anders. Wahrscheinlich ist dies so gewollt, denn eigentlich steht der Schlagabtausch der beiden Hauptfiguren im Zentrum und eben nicht die Story. Die scheint nur Mittel zum Zweck. Die beiden Gegenspieler, welche unfreiwillig als Team funktionieren müssen, harmonisieren denn über weite Strecken ganz passabel. Insbesondere Henry Cavill macht seine Sache gut und man nimmt ihm seine lässige Art durchaus ab. Nebenbei spielt er den eher blassen Armie Hammer (,The Lone Ranger‘) gekonnt an die Wand. Überhaupt mag ich Henry Cavill, der zuletzt in M:I:6 brillierte. Der Film will sich denn gar nicht ernst nehmen. Der Humor erreicht aber nie die Qualitäten von ‚Snatch‘, dem bisher besten und lustigsten Film von Guy Ritchie. Schmunzler und ein paar wenige Lacher sind aber garantiert, womit der Movie letztlich sein Ziel erreicht hat: leicht verdauliche Kost für Zwischendurch.

Die Bildqualität dieser BD kann sich durchaus sehen lassen. Es werden wohl keine absoluten Referenzwerte erreicht, aber Schärfe, Kontrast und das warm ausgelegte Color Grading passen und untermalen das stimmungsvolle Setting des Movies. So macht das Bild richtig Laune und trägt viel zum Sehspass bei.

6116F04B-A0A8-4EE8-B0FE-169C472F14DA.jpeg

19834954-B793-4341-B830-11CADDCCEC92.jpeg

E8169698-48F4-4646-B81F-509931B5989F.jpeg

A64C01A1-A4EE-420C-B814-31E8FE108C3D.jpeg

348CE06D-6D6E-4054-9A0F-7D00286EC6C2.jpeg

0EDCCA13-3B96-440E-9BAB-B87F442FFE30.jpeg

7BB011B8-6897-4CF6-AD72-DE020DEC0974.jpeg

9ED0851F-C35F-429A-A895-69AECA03E6A1.jpeg

8EA46571-FF13-4E4E-B15E-778B2C60D9A3.jpeg

44733C35-9E0F-4426-97E0-09EFDDEE2AFA.jpeg

4241D815-F1BE-4BDE-AD01-5E86F92AE442.jpeg


Der deutsche und englische Soundmix liegen als Dolby True HD 7.1 vor. Die Dolby Atmos Spur weiss denn in puncto Dynamik, Feinauflösung, Räumlichkeit, Direktionalität (soweit beurteilbar) und Sprachverständlichkeit absolut zu überzeugen. Da kommt richtig Wumms aus den Lautsprechern und insbesondere die Musik tönt fantastisch. Ein absolut überzeugender Mix, der ein fettes Grinsen auf das Gesicht zaubert. Top!

Der Film wurde mir kürzlich von einem Arbeitskollegen empfohlen. Auf Grund der eher mittelmäßigen Filmkritiken hab ich ‚Codename U.N.C.L.E.‘ aber lange links liegen lassen. Obwohl die Story und die Bösewichte jetzt nicht der Brüller sind, haben wir uns dennoch gut unterhalten. Hirn aus und durch, lautet die Devise. Wer gefallen an den 60er Jahren hat, auf hübsche und detailverliebte Filmsettings steht und per se Agenten- resp. Bondfilme mag, kann dem Film ruhig eine Chance geben, zumal sowohl Bild, aber insbesondere der Soundmix richtig gelungen sind. Alleine die Audioqualitäten, gepaart mit toller Musik, rechtfertigten die Anschaffung schon.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan

Video: Sony KD75-XE9405/Oppo UDP-203/AppleTV 4k
Audio: AV7704/MM8077/2x MM7025/2x DSM-48LAN/DSM-26LAN/7.2.4 (im Aufbau): 2x B&W CM 10 S2/B&W CM Centre S2/8x B&W AM 1/4x B&W ASW 608/B&W P9 Signature
UFB: NEEO
Benutzeravatar
BladeRunner1974
 
Beiträge: 231
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 17:05
Wohnort: Schweiz

VorherigeNächste

Zurück zu Filmbesprechung

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron